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Biologische Antitumormittel werden die Zukunft der Krebsforschung sein.  
     
 

Arzneimittelforschung stellt man sich oft als einen Auftrag der pharmazeutischen Industrie vor. Zwar trifft es zu, dass die Endprodukte der Forschung, zum Beispiel neue Medikamente, letztlich von der Pharmaindustrie geliefert werden. Aber bis es dazu kommt, sind lange Wege gegangen worden – heute immer öfter weit außerhalb der pharmazeutischen Industrie.

Dies läßt sich am Beispiel der Substanzklassen, die heute für die Krebsmedizin zur Verfügung stehen, klar machen: Früher beherrschten einfache chemische Verbindungen, die sogenannten Zytostatika, die Tumortherapie. Auf die Herstellung solcher Substanzen war die klassische, pharmazeutische Forschung Jahrzehnte lang spezialisiert.

Die Zukunft der Krebstherapie wird jedoch nicht nur von diesen klassischen Zytostatika, sondern auch von biologischen Anti-Tumormitteln geprägt werden. Es handelt sich dabei um sehr komplizierte Moleküle, die in den natürlichen Verlauf der Entstehung und der Existenz von Krebszellen eingreifen, Substanzen, die auch die körpereigenen Abwehrkräften regulieren. Am Beispiel der Angiogenese wird dies deutlich. Solche Substanzen kann die Industrie heute nur noch in enger Zusammenarbeit mit der klinischen Onkologie entwickeln. Entsprechend kommen immer mehr Ideen zu neuen therapeutischen Strategien und Arzneimittelentwicklungen aus der klinischen Onkologie.

Die Klinik für Tumorbiologie (KTB) versteht sich als eine derartige Einrichtung, die Impulse gibt. So hat sie auch mit dem jungen Biotec Unternehmen ProQinase eine eigene Plattform zur Auffindung neuer Wirkstoffe aufgebaut und ist auf dem Sektor bestimmter Arzneimittel heute primärer Ansprechpartner der pharmazeutischen Industrie.

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