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Unser Ziel ist, die Pflegenden in Pflegediagnostik zu schulen und dadurch eine Verbesserung der pflegerischen Dokumentation und Versorgung zu erreichen.  
     
 

Im Rahmen der Sicherung und Verbesserung der pflegerischen Betreuung werden zuverlässige Instrumente benötigt, anhand derer die Qualität der Versorgung beschrieben und gemessen werden kann. Insbesondere im Bereich der pflegerischen Diagnostik, also der Beschreibung des pflegebezogenen Zustandes eines Patienten, besteht ein Entwicklungsbedarf. Die Beschreibung und Beurteilung, die vom Pflegenden gemeinsam mit dem Patienten angefertigt wird, dient als Ausgangsbasis für die Planung der pflegerischen Betreuung.
Pflegediagnosen sind Begriffe, mit denen bestimmte Zustände, wie z.B. Schlaflosigkeit, Schmerz, eingeschränkte Mobilität usw. aus pflegefachlicher Sicht exakt beschrieben werden. Während in anderen Ländern schon jahrzehntelange Erfahrungen mit Pflegediagnosen vorliegen, ist dieses Hilfsmittel in Deutschland recht neu und praktisch wenig getestet.
Die Einführung von Pflegediagnosen wurde in der Klinik für Tumorbiologie 1998 begonnen. Ziel dieses Projektes war es, die Pflegenden in Pflegediagnostik zu schulen und dadurch eine Verbesserung der pflegerischen Dokumentation und Versorgung zu erreichen. Seit 2001 wird im ganzen Haus routinemäßig mit Pflegediagnosen gearbeitet.
Da die Entwicklung von Pflegediagnosen in dieser Form in Deutschland recht neu ist, wird seit 1998 eine wissenschaftliche Begleitung durchgeführt. Mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stitung und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen wurden alle Projektschritte systematisch dokumentiert und analysiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse wurden als Bericht zusammengefaßt und dienen anderen Einrichtungen als Orientierungshilfe und Schulungskonzept.

Wissenschaftliche Begleitung

Fragestellung

Entsprechend der formulierten Zielsetzung lautet die übergeordnete Fragestellung:
In welcher Weise, mit welchen Methoden und mit welchen Ergebnissen ist die Implementierung von Pflegediagnosen und SOPs in der KTB durch die Pflegenden realisiert worden?
Aus dieser übergeordneten Fragestellung wurden einige Teilaspekte ausgewählt und in konkreteren Fragen formuliert. Zur Bearbeitung dieser Fragestellungen wurden unterschiedliche Methoden und Instrumente zur Datenerfassung und –auswertung ausgewählt.

Methoden und Instrumente

Die Mitarbeiter wurden mit Hilfe von teilstrukturierten Interviews zu Ihren Erfahrungen mit der Anwendung von Pflegediagnosen befragt.
Darüber hinaus wurde eine Dokumentenanalyse durchgeführt, um Aussagen zur Quantität und Qualität der Pfegedokumentation zu gewinnen.
Um Aussagen zur Validität der Pflegedokumentation abzuleiten, erfolgte eine Aufzeichnung von Anamnesegesprächen, die mit Patienten geführt wurden.

Ergebnisse

Nach sechs Jahren Projektarbeit kann festgehalten werden, dass auf allen acht Stationen der KTB alle Mitarbeiter Pflegediagnosen im Routineeinsatz verwenden. Das Ziel der Implementierung ist in diesem Bereich erreicht. An der Form der Anwendung wird kontinuierlich weitergearbeitet, um bestehende Probleme zu lösen und auf neue Anforderungen zu reagieren.
Die Mitarbeiter haben die neue Methode anfangs als Belastung empfunden, mit zunehmender Anwendung erlangen sie inzwischen eine große Sicherheit im Umgang mit Pflegediagnosen.
Die Qualität der Dokumentation ist deutlich gestiegen, wenn auch nicht in dem Maße, wie dies angestrebt wird.
Inzwischen sind für alle wichtigen Pflegethemen Leitlinien entwickelt worden, die sehr gut zu Beschreibung des Qualitätsniveaus der Pflege in der Klinik für Tumorbiologie geeignet sind.

Den ausführlichen Bericht zu dem Projekt können Sie bei uns anfordern. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung

Kontakt

Klinik für Tumorbiologie
pdir@tumorbio.uni-freiburg.de

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